Heisenbergs raffinierte literarische Mockumentary könnte der Anfang eines Marvel-Helden-Epos sein, doch es entwickelt sich die erstaunliche Rekonstruktion zweier unglaublicher Lebensgeschichten.

Alexander Kluge

Klappentext:

Benjamin Heisenbergs Roman «Lukusch» ist eine wilde und witzige Fahrt durch die unfassbare Geschichte des jungen Schachtalents Anton Lukusch und seines grobschlächtigen Sidekicks Igor. Klug und lässig zugleich spielt dieser Roman mit den Möglichkeiten des Erzählens und sprengt dabei seine eigenen Grenzen.

Anton Lukusch war ein ganz normaler Junge aus Prypjat – bis zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. Gemeinsam mit anderen Kindern wird er von der Hilfsorganisation Shelta nach Westdeutschland gebracht, um der hohen Strahlenbelastung zu entkommen. Dort beginnt für ihn ein ganz neues Leben: Durch Zufall wird Lukuschs analytisches Talent beim Schachspielen entdeckt. Ein Überflieger, ein Wunderkind – die Bundesrepublik jubelt! Vor den Augen der Öffentlichkeit gewinnt er eine Partie gegen Bundeskanzler Helmut Kohl, knackt ein scheinbar unlösbares Rätsel bei Wetten, dass … und wird sogar von internationalen Konzernen als Berater verpflichtet. Ihn selbst scheint seine spektakuläre Erfolgsgeschichte kaum zu interessieren. Wie ferngesteuert löst Anton alle ihm gestellten Aufgaben, lächelt brav in die Kameras und lässt sich von seinem Umfeld herumreichen wie ein teures Spielzeug, mit dem man im Scheinwerferlicht glänzen kann. Ist dieser Junge wirklich «nur» ein herausragendes Talent, und was hat es mit seinem ständigen Schatten Igor auf sich? Antons spurloses Verschwinden ist nur der Anfang höchst kurioser Entwicklungen …    

Eine unfassbare Geschichte aus den Achtzigerjahren, die so gut ist, dass sie wahr sein muss.

Christoph amend, ZEITmagazin

Lesungen:

Bisher feststehende Termine:
– 13. September, Harbourfront Literaturfestival, um 19:30 in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen (meine Haltung zur laufenden Debatte um den Kühne-Preis lesen Sie hier)
– 11. Oktober, Buchhandlung Lehmkuhl, München
– 18. Oktober, Buchhandlung Neuer Weg, Würzburg
– 29. November Stadtbibliothek Luzern im Bourbaki
– 2. Dezember im Literaturhaus, München im Gespräch mit Christoph Amend (ZEITmagazin) 

Sobald weitere Termine feststehen, gebe ich sie auf meiner Website und im nächsten Newsletter bekannt.